Ihre Richtlinientexte werden durch das neue Shopify-Footer-Update laut Anbieter nicht gelöscht: Ein gemeinsamer Link ersetzt die bisherigen einzelnen Richtlinienlinks im Checkout. Öffnen Sie zuerst Ihren eigenen Checkout als Kunde und klicken Sie auf den vorhandenen Richtlinien-Sammellink. So erkennen Sie, ob lediglich der Zugang anders aussieht oder tatsächlich Inhalte fehlen. Für diese Sichtkontrolle brauchen Sie weder eine Bestellung abzuschließen noch eine Zahlung auszulösen.
Was hat Shopify geändert?
Der Shopify-Checkout-Footer ist der Fußbereich des Kaufabschlusses, in dem Shopify auf die hinterlegten Shop-Richtlinien verweist. Der neue Link heißt in der englischen Ankündigung „Terms and policies“. Er öffnet ein Modal, also ein überlagerndes Dialogfenster, in dem Kunden eine Richtlinie auswählen können.
Stand: 28.10.2026: In Shopifys Ankündigung zum neuen Richtlinienlink vom 26.10.2026 beschreibt der Anbieter die gebündelte Darstellung und ausdrücklich unveränderte Richtlinientexte. Eine Aktivierung ist laut Shopify nicht erforderlich. Die Umstellung betrifft damit den Zugang zu den Richtlinien, nicht deren Text. Maßgeblich für Ihre Kontrolle ist die tatsächlich sichtbare Darstellung in Ihrem Shop.
Wie prüfen Sie Ihre Richtlinien?
Schritt 1: Sammellink im Checkout öffnen
Gehen Sie vom Warenkorb in Ihren Checkout und öffnen Sie dort den Richtlinien-Sammellink. Kontrollieren Sie die Auswahl und lesen Sie eine hinterlegte Richtlinie. Prüfen Sie anschließend die weiteren erwarteten Texte. Gemeint ist der Checkoutfooter, nicht die Fußzeile Ihrer normalen Shopseiten.
Wir empfehlen den Aufruf auf dem Smartphone und am Desktop. Halten Sie fest, ob Auswahl, Text und Rückkehr zum Kaufabschluss verständlich bedienbar sind. Verändern Sie zunächst keine Einstellungen: Eine neue Anordnung allein ist noch kein Inhaltsfehler.
Schritt 2: Inhalte mit dem Admin abgleichen
Öffnen Sie im Shopify-Adminbereich Einstellungen > Richtlinien und vergleichen Sie die betroffenen Texte mit der Käuferansicht. Die Shopify-Anleitung für den Checkout in Deutschland beschreibt diesen Speicherort und die automatische Verlinkung gespeicherter Richtlinien.
Notieren Sie Land, Sprache und die konkret geprüfte Richtlinie. Bei mehrsprachigen Shops gehört jede angebotene Sprachfassung in die Kontrolle. Ein vorhandener Admintext und ein fehlender Checkoutinhalt sind ein anderer Befund als ein bereits leeres Richtlinienfeld. Klären Sie bei Abweichungen zuerst die Ursache, statt vorsorglich individuelle Texte durch Vorlagen zu ersetzen.
Schritt 3: Bestellablauf und Zuständigkeit klären
Für deutsche Verbraucherverträge zählt auch, wann Informationen bereitstehen. Die gesetzlichen Anforderungen an vorvertragliche Informationen verlangen eine klare und verständliche Bereitstellung vor Abgabe der Vertragserklärung.
Die IHK-Hinweise zur Widerrufsbelehrung im Bestellablauf unterscheiden die Information vor der Bestellung von der anschließenden Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger, etwa vollständig in einer E-Mail. Laut IHK genügt ein Link nur im Websitefooter nicht; auch eine bloße Verlinkung in der Bestätigungsmail reicht dafür nicht aus.
Das ist keine Bewertung des neuen Shopify-Dialogs durch die IHK. Technische Erreichbarkeit und rechtliche Beurteilung sind getrennte Aufgaben: Anzeigeprobleme klären Sie mit technischer Betreuung oder Shopify Support, konkrete Rechtsfragen mit qualifizierter Rechtsberatung. Für notwendige Anpassungen bietet unsere Shopify-Planung und technische Umsetzung einen passenden Einstieg.
Welcher Befund braucht welche Reaktion?
Unsere redaktionelle Fallmatrix verbindet die Beobachtung mit einem Prüfbeleg und der nächsten Zuständigkeit. Sie können sie für Ihre interne Übergabe verwenden. Die Vorlage dokumentiert einen Befund, keine rechtliche Freigabe.
| Beobachtung | Prüfbeleg festhalten | Nächster Schritt und Zuständigkeit |
|---|---|---|
| Sammellink und erwartete Texte vorhanden | Geprüfte Richtlinie stimmt mit Admintext überein | Shopverantwortliche behalten die Darstellung bei; Bestellablauf separat beurteilen |
| Text fehlt auch im Admin oder ist veraltet | Betroffenes Feld und fehlenden oder überholten Inhalt benennen | Inhaltlich Verantwortliche pflegen den Text; Rechtstexte fachlich prüfen lassen |
| Admintext vorhanden, im Checkout unerreichbar oder abweichend | Richtlinie, Sprache, Checkoutschritt und Abweichung notieren | Technische Betreuung oder Shopify Support klärt die Ursache |
| Einzelne Checkoutlinks werden individuell benötigt | Anforderung und vorhandenen Shopify-Tarif festhalten | Shopverantwortliche prüfen Standard und Zusatznavigation; passende Plus-Erweiterung technisch planen |
Abnahmevorlage zum Kopieren: Checkout-Schritt: ___; Land/Sprache: ___; geprüfte Richtlinie: ___; Link/Dialog erreichbar: ___; Abgleich mit Admin: ___; offene Frage: ___; zuständige Person: ___.
Welche Alternativen sind sinnvoll?
Der Standard-Sammellink ist der Ausgangspunkt. Stimmen Anzeige und Inhalt, begründet die neue Optik allein keinen Umbau. Ergänzende Richtlinienlinks in Shopmenüs helfen Kunden schon vor dem Checkout bei der Orientierung. Die Shopify-Hilfe zur Pflege und Verlinkung von Richtlinien beschreibt dafür Inhalt > Menüs. Diese Navigation ergänzt den Kaufabschluss, ersetzt dessen Prüfung aber nicht.
Für Shopify Plus nennt die Ankündigung eine weitere Möglichkeit: den Standardfooter ausblenden und eigene Richtlinienlinks mit Checkout UI extensions, also Erweiterungen der Checkout-Benutzeroberfläche, ergänzen. Das ist eine Option für begründete individuelle Anforderungen, kein notwendiger Reparaturschritt nach dem Update.
Shopify dokumentiert außerdem Bestätigungsschritt anfordern für die Überprüfung von Bestelldetails. Ob dieser Schritt und begleitende Richtlinienhinweise zu Ihrem Ablauf passen, sollte gesondert abgestimmt werden. Vor technischen Entscheidungen hilft eine E-Commerce-Beratung zu Ihren Shopanforderungen, den tatsächlichen Bedarf zu klären.
Häufige Fragen
Sind meine Richtlinientexte gelöscht?
Laut Shopify verändert das Footer-Update die Richtlinieninhalte nicht. Prüfen Sie den Sammellink und vergleichen Sie die angezeigte Richtlinie mit dem Admintext. So unterscheiden Sie eine andere Darstellung von einer tatsächlichen Inhaltslücke.
Muss ich den Sammellink aktivieren?
Die Ankündigung verlangt keine Aktivierung. Beginnen Sie mit der Käuferansicht Ihres Shops. Eine vorsorgliche Installation zusätzlicher Apps ist für diese Sichtkontrolle nicht erforderlich.
Reicht der neue Link für einen deutschen Shop?
Der Link stellt einen Zugang zu Richtlinien bereit. Ob Ihr gesamter Bestellablauf die rechtlichen Anforderungen erfüllt, hängt von Inhalt und konkreter Gestaltung ab und erfordert eine gesonderte Beurteilung.
Kann ich wieder einzelne Checkoutlinks anzeigen?
Shopify nennt für Shopify Plus eigene Richtlinienlinks über Checkout UI extensions bei ausgeblendetem Standardfooter. Prüfen Sie diese Möglichkeit anhand Ihres Tarifs und Ihrer Anforderungen; die Ankündigung beschreibt keine allgemeine Umschaltung für alle Shops.
Reichen zusätzliche Links im Shopmenü?
Shopmenülinks schaffen einen weiteren Zugang vor dem Checkout. Die Bereitstellung der erforderlichen Informationen im Bestellablauf und danach bleibt eine eigene Aufgabe. Zusätzliche Navigation allein ersetzt diese Prüfung nicht.
Wie aufwendig ist die Prüfung?
Der Umfang richtet sich nach Ihren Richtlinien, Sprachen und individuellen Checkoutanpassungen. Beginnen Sie mit einem Checkoutaufruf und einer Richtlinie. Übertragen Sie das Ergebnis in die Abnahmevorlage und erweitern Sie die Kontrolle auf die weiteren Texte.
Quellen
- Shopify: The checkout footer now shows one Terms and policies link, changelog.shopify.com
- Shopify Help Center: Wichtige Informationen auf der Checkout-Seite für Deutschland anzeigen, help.shopify.com
- Shopify Help Center: Shop-Richtlinien hinzufügen, help.shopify.com
- IHK Region Stuttgart: E-Commerce Recht, Widerrufsbelehrung, ihk.de
- Gesetze im Internet: Artikel 246a § 4 EGBGB, gesetze-im-internet.de
Alle Quellen abgerufen am 28. Oktober 2026.
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